Männer und ihr Leben

06.03.2018 um 17:25 Uhr

Miriam Gudrun Sieber schrieb 14 Lebensgeschichten von Männern auf.

Männer, die unterschiedlich alt sind, charakterlich unterschiedlich und unterschiedlich situiert. Männer, deren größter gemeinsamer Nenner die Bekanntschaft und bei einigen auch eine enge Freundschaft zu Miriam Sieber ist. Männer, die es zulassen, dass Miriam zur Vertrauten wird, so dass sie ihre Lebensgeschichten bei ihr in guten Händen wissen. Zusammengefasst in dem Buch „Männerleben“ veröffentlichte die examinierte Krankenschwester, die heute als Projektleiterin, Ausdruckstänzerin, Poetin und Schriftstellerin in Friedebach auf ihrem Hof lebt, die Geschichten dieser Männer.

 

 

Am Freitag, dem 02. März stellte Miriam Sieber ihr druckfrisches Buch zu ersten Mal der Öffentlichkeit vor. In der vollbesetzten Rathausgalerie Roßwein lauschten ihr die Besucher, als sie ausgewählte Passagen aus vier Männerleben vorlas. Bevor sie das tat, erklärte sie ihre Beweggründe. Sie sprach über ihr Interesse an allem Menschlichen, an den Geschichten, die Menschen prägen, aber auch über die notwendige Betrachtung gesellschaftlicher Rahmenbedingungen, die sich in den Biografien spiegeln. Ihre zugewandte Neugier an den Interviewpartnern war durch ein großes Maß an Respekt und Wertschätzung geprägt.

An diesem Freitagabend erzählte Miriam Sieber von Männern, die sie bereits vor vielen Jahren während ihrer Zeit als Gemeindeschwester in Töpeln kennenlernte und deren Leben von den Kriegsjahren beeinflusst war, aber auch von jungen Männern, die ein Dasein mit den Suchtmitteln des 21. Jahrhunderts führ(t)en. Eine spontane Bekanntschaft berichtete ihr von seiner Absicht, sich seine Zukunft im Kanada aufzubauen. Ein paar der Interviewpartner waren selbst zu dieser Lesung gekommen und sie dankten der Autorin mit Blumen und einem Lächeln.

Mit dieser Biografiearbeit knüpft die Miriam Sieber an ihre Veröffentlichung „Sonnenblumenland“ an. Hier interviewte sie Frauen. Die Zuhörer an diesem Abend ließen sich von der „Menschenflüsterin“ Miriam in die Leben anderer mitnehmen und erkannten vielleicht auch das eine oder andere Thema wieder, welches die eigene Lebensgeschichte berührt.

Danke an die „Menschenflüsterin“, die zu einem beeindruckenden Abend in die Rathausgalerie Roßwein einlud. Danke auch an ihre Freunde, die ihren Teil beitrugen - um Miriam Siebers Willen.

Der Fotograf Julius Claußnitzer, fotografierte die Hände der Protagonisten und schafft damit einen persönlichen Blick auf sie, ohne sie preiszugeben. Diese großformatigen Schwarz-Weißaufnahmen illustrieren nicht nur das Buch, sondern sind noch bis zum Juni 2018 in der Rathausgalerie zu sehen.

Für diejenigen, die am Freitagabend keines der Buchexemplare mehr erwerben konnten, besteht die Möglichkeit, das Buch bei Amazon oder in jedem anderen Buchladen zu erwerben. Eine Anfrage ist auch möglich unter miriqidi@gmx.de. Die Autorin sendet dann das Buch persönlich.