Was für eine schöne Veranstaltung ...

15.03.2017 um 09:20 Uhr

… so hörte man die Gäste am Abend sagen, als sie nach der Lesung von Bernd-Lutz Lange den großen Rathaussaal verließen.

Der Leipziger Kabarettist und Schriftsteller las am 10. März aus seinem neuen Buch „Das gabs früher nicht – Ein Auslaufmodell zieht Bilanz“ und wie nicht anders zu erwarten, war der Rathaussaal an diesem Abend bis auf den letzten Platz ausverkauft.

Bevor Bernd-Lutz Lange aus seinem Buch las, erinnerte Ines Lammay in ihrer kurzen Begrüßung daran, dass er zu einem früheren Gastspiel mit seinem Kabarettisten-Kollegen Gunter Böhnke Mitte der 90er Jahre in einem Programm hellseherische Fähigkeiten bewies. Damals sinnierten beide darüber, was denn passieren würde, „wenn die da in Afrika merken, dass es hier genug von allem gibt und jemand ihnen steckt, dass sie nur loslaufen müssten.“

Am 10. März aber, warf Bernd-Lutz Lange seinen Blick auf Vergangenes. Einen heiteren Blick – aber nicht ohne Wehmut. Er ließ sich über Telefone aus, die früher den meisten nicht zur Verfügung standen, die nur für bedeutungsvolle Mitteilungen genutzt werden und heute als Geräte daherkommen, welche man mehr anschaut und nach mündlicher Aufforderung Bilder zeigen, z.B. Tomaten oder Fotos von Bernd-Lutz Lange selbst.

Mit seinem Ausflug in die wandelbare Sprachkultur der Deutschen und die „getriebenen Blüten“ der „Political Correctness“ sprach bzw. las er wohl auch vielen der Anwesenden aus dem Herzen.

Bernd-Lutz Lange ist einer, der das Wort liebt, er ist ein guter Beobachter seiner Zeit und grundsätzlich eher ein „Hellseher“ als ein Schwarzmaler.

Im Anschluss an die Veranstaltung scharten sich für ein Autogramm die BesucherInnen auf der Bühne um ihn. Dabei signierte er freundlich und nahbar seine Bücher, CDs oder was auch immer gerade vom Büchertisch der Christlichen Buchhandlung erworben wurde.

Bernd Lutz-Lange verabschiedete sich bei den Organisatoren mit den Worten, dass es ihm in Roßwein sehr gefallen hätte und man solch eine Gastfreundschaft wohl nur noch auf dem Land findet….

Bleibt für uns nur zu hoffen, dass er bei passender Gelegenheit wieder Gebrauch von dieser Gastfreundschaft macht.